hjg-kellinghusen
  Rückblick 2013
 
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Herzlichen Dank für den nachfolgenden, sehr plastischen und locker zu lesenden Bericht an dieser Stelle :-) :-)

Rückblick eines Spielervaters (F-Jugend)

Hallo liebe Leser,

ganz Deutschland langweilt sich an diesem Wochenende ... ganz Deutschland? Nein! Hoch oben im Norden, da wo das Wetter immer gut ist (weil wir den Regen und Wind einfach ignorieren), da stemmt sich alljährlich ein kleines Dorf mit dem Namen Kellinghusen gegen die Langeweile.
Und das sehr erfolgreich.

Fast 70 Mannschaften haben sich zum diesjährigen "Hermann-Jürgens-Gedächtnisturnier" auf dem Gelände der Arena zu Kellinghusen-City angemeldet und sind sogar mit einer Ausnahme erschienen. Ganze 40 davon wollen sogar bei uns zelten. Umgerechnet macht das also 39 Bier ... na dann, Prost!

Zelte und Menschen, wohin das Auge reicht.
Wir spielen am Samstag 5 und am Sonntag 4 Spiele. Nach einem halben Tag Einmarsch und Begrüßung (gefühlt), spielen hier also nun verschiedene Altersklassen aus ganz Deutschland (und darüber hinaus) gegeneinander.

Zu den einzelnen Spielen selbst möchte ich nicht noch etwas schreiben. Einige haben wir verloren, weil die Gegner übermächtig waren und andere nicht gewonnen, weil wir zu schlecht waren. Auf jeden Fall ist es besser, die Ergebnisse schnell wieder  zu vergessen. Hier bleibt der fade Beigeschmack, den man verspürt, wenn die Gruppe nicht gleich stark ist und wir im Gegensatz zu anderen Gruppen keine E-Jugend-Spieler unter die F2 mischen um zu gewinnen. Und wir dopen unsere Kinder auch nicht mit RedBull (haben wir gesehen) oder Schlafentzug ... oh ... Moment ... das tun wir doch. :-)

Langeweile zwischen den Spielen ... gab es natürlich nicht.
Denn neben, hinter und zwischen den Spielen waren die Beschäftigungsmöglichkeiten für die Kinder unerschöpflich. Da gab es das Sportradar (Messung der Schussgeschwindigkeit), freie Spielfelder, einen großen roten Abfallcontainer und alles was man so essen mag und möchte.

Es wurde dann also Abend...
...und wir haben gegrillt. Fleisch vornehmlich und auch Katze ... glaube ich. Und natürlich Hack für Howi.
Nach dem gemeinsamen Essen, die Kinder spielen immer noch Fussball, kommen wir zum einzigen Spiel, dass die Kinder gewonnen haben. Dumm nur, dass die Väter dafür verlieren mussten. Wer hat eigentlich beschlossen, dass die Väter nur Kopfballtore machen dürfen?!? Verdammt ... die "Alten" haben 0:2 g egen die laufenden Meter verloren. Tzz ... kein Respekt mehr die Kinder. Aber wir haben uns gerächt. Ja, denn es ging ab ins Bett!!!
Während die Damen der Schöpfung also mit alkoholischem Blubberperlenwasser den Abend genießen, bringen die fürsorglichen Väter ihre hoffnungsvollen Talente ins Zelt. Was danach passiert ... daran kann sich keiner mehr erinnern und das ist gut so.

Ich liege also bei meinem Kind im Zelt und warte, dass es einschläft... O. k., am Ende habe ich dann geschlafen und der Kleine hat sich heimlich aus dem Zelt geschlichen.
Aber irgendwann sind wir dann alle zur Ruhe gekommen.
Es war himmlisch ... fast wie an einem See voller Frösche im Schoß von Mutter Natur... O.k., wenn man jetzt das Dauergequake der Frösche durch Schnarchen jenseits der 95 dB ersetzt, hat man eine ungefähre Vorstellung von dem, was meine Ohren dort durchmachen mussten. Das hatte schon was von Körperverletzung mit Quattrosound. Da haben selbst meine Ohrstöpsel samt
umweltfreundlicher Umverpackung nicht mehr geholfen.



Der nächste Tag...
... es ist 5:23 Uhr und mein Zeltnachbar träumt von einem Pfund Feuerwehrmarmelade (Hack), als ich zum ersten Mal die magischen Worte höre: "Papa, kann ich aufstehen?"
Nein! Dreh dich um und schlaf weiter ... das habe ich gesagt ... gedacht habe ich etwas anderes.
Um 5:27 Uhr höre ich aus dem Nachbarszelt die selben magischen Worte und die Antwort:"Nein Mikki ... noch 10 Minuten."
Es ist 5:29, 5:32 und 5:37 Uhr und ich höre aus dem Nachbarszelt die magischen Worte: "Papa, darf ich aufstehen?" und die Antwort: "Nein Mikki ... noch 10 Minuten."
Am Ende stehen mein Kind und ich dann auf und trinken einen Kaffee, bevor Mama uns zum Duschen abholt. Im Übrigen lege ich Wert auf die Feststellung, dass wir nicht die einzigen Heimduscher an diesem Morgen sind.

Nachdem um gefühlt 6:02 Uhr auch der Rest erwacht ist und es vereinzelt auch ein Frühstück gab, ging es in die letzten 4 Partien. Auch hier gilt wieder die Aussage vom Vortag. Kein Sieg ... das ging nicht nur den Kindern auf das Gemüt ... auch wenn wir uns hier keine Vorwürfe machen müssen.

Nach einer längeren Pause (wie konnte es so plötzlich kommen, dass alle Spiele gespielt sind und die Mannschaften die Ergebnisse wissen möchten) haben wir dann unser letztes Spiel bestritten. Und was für ein fulminantes letztes Spiel! Nach einem für uns unglücklichen 1:1 gehen wir ins 9Meterschießen.  (....)

Am Ende bleibt der Eindruck einer gelungenen Organisation und einer tollen Veranstaltung. Regen? Haben wir ignoriert ... bis auf das Gewitter, denn Starkstrom macht klein, schwarz und hässlich. Das wollen wir doch nicht. Also ab ins geerdete Zelt unter den 4 Bäumen... Oh man ... sind wir doof. Also! Wetter war super!

Da eine solche Veranstaltung nicht ohne Hilfe funktioniert, an dieser Stelle einen großen Dank an alle Helfer ... vor allem auch aus den eigenen Reihen! Ich halte die Veranstaltung (mal abgesehen von der laaaaangen Rechenpause nach den Pflichtspielen) für rundum gelungen.
Es gab auf unserer Seite keine Verletzten (wir übersehen großzügig, dass Familie D. die eigene Tochter kaputt gemacht hat und dann achtlos auf dem Rasen hat liegen lassen ... ich sag mal nix) (...)

Ich muss jetzt ins Bett ... ohne Frösche! Kopf leer ... Gute Nacht ...

MR


 
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