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  Rückblick 2018
 

Rückblick 2018

 

 

 

Theoretisch sollte man meinen, dass wir nach sieben Jahren wissen, was wir tun. Theoretisch. Praktisch fängt es jedes Jahr damit an, dass wir die Beutel mit den Zelt- und Pavillon-Stangen auskippen und uns bei dem einen oder anderen Zelt ratlos fragen, wie die nochmal zusammengehören. Irgendjemand hatte die Idee, die zusammengehörenden Stangen mit Farbspray zu markieren. Das ist grundsätzlich eine total clevere Lösung. Jetzt kommt das „Aber“… Wohin gehören jetzt die hellgrünen langen und wohin die dunkelgrünen kurzen?! Aber wir lernen auch nicht draus. Ich wette, dass auch in diesem Jahr wieder keiner ein Foto vom zusammengebauten Gerüst gemacht hat. Wozu auch. Ein wenig Spannung muss schon sein. Hat ein bisschen was von Lego ohne Anleitung. Ich freu mich schon auf nächstes Jahr. Mal sehen, ob sich dieses Jahr einer gemerkt hat, wohin die Stangen gehören. 

In der kommenden Woche laufen die letzten Vorbereitungen auf Hochtouren. Einiges ist schon fast Routine, andere Sachen laufen jedes Jahr anders. Aber das gehört wohl so. Sonst wird es vermutlich zu eintönig.

Die erste Vorhut trudelt bereits Freitagabend ein, der Rest folgt am Samstag. Die Zeltstadt wächst und gedeiht und wird von Jahr zu Jahr größer und imposanter. Wahnsinn, was da für Geschosse aufgebaut werden. Wenn das weiter so geht, brauchen wir einen größeren Platz oder Zelte mit mehreren Etagen. Das wäre doch mal was.

An dieser Stelle noch ein großes Lob und Dankeschön an die Helfer aus unserer B-Jugend und der Altliga, die sich als Parkplatzeinweiser zur Verfügung gestellt haben. Das war bestimmt nicht immer ganz einfach…

Am Samstag gegen 12:15 Uhr sammeln sich die Mannschaften für den Einmarsch. Gruppe „1“ in der rechten hinteren Ecke, Gruppe „2“ in der linken. So der Plan. Blöd, wenn man die Sammelschilder für die Gruppen in der Mehrzweckhalle liegen lässt. Tschuldigung! War mein Fehler. Ich glaube, Steffi und Marco sind ordentlich ins Schwitzen gekommen, um die 800 kleinen und großen Fußballer samt Trainer und Betreuer zu sortieren. Aber… sie haben das auch ohne „Anleitung“ geschafft. Gut gemacht!

DAS ist mal was Neues. Was definitiv nicht neu ist und uns leider Jahr für Jahr heimsucht ist die Tatsache, dass pünktlich vor dem Einmarsch unsere Musikanlage ausfällt. Ich will das nicht! Wirklich nicht! Man, man, man. Der arme Hauke. Aber wie er so ist. Ganz ruhig und ganz souverän bekommt er es kurz bevor es losgehen soll so hin, dass zumindest die Musik läuft. Nun können wir zwar die Mannschaften nicht begrüßen, aber wir wollen das Risiko nicht eingehen. 

Und wehe, es fasst einer die Anlage an! Es klappt. Ja, die Musik hätte gern auch ein wenig lauter sein können, aber wir waren einfach nur erleichtert, dass sie durchgehalten hat. Vielen Dank an Martina und ihre Mädchen. Habt ihr toll gemacht! Es ist immer wieder total schön, unseren Turner-Mädels bei ihrer Choreografie zuzusehen.

Offensichtlich zickt aber nicht nur die Musikanlage. Nein. Pünktlich zum Turnierbeginn fällt eine der Zapfanlagen unseres Bierpilzes aus. Verdammt. Gestern Abend beim Anstich für die Aufbauer funktionierte sie noch. Es heißt, sie ist eingefroren. Hm… hatten wir so auch noch nicht. Nun haben unsere fleißigen Helfer auf dem Bierpilz für den Rest des Turniers nur eine Anlage zur Verfügung und kommen zu Stoßzeiten ordentlich ins Schwitzen. Ihr habt Eure Sache richtig gut gemacht! Danke!

Nach einer kurzen und knackigen Begrüßung beginnen die Spiele. So pünktlich standen die Mannschaften noch nie auf den Spielfeldern. Auch schön. Kann man sich dran gewöhnen. Es folgen bis zum Abend bei schönstem Wetter schöne und spannende Spiele. In den Pausen kann man Lose kaufen, schlemmen, seine Schussgeschwindigkeit messen lassen, Panini-Sticker tauschen, die anderen Mannschaften anfeuern oder einfach nur irgendwo chillen. Oder kicken. Geht auch. Ich weiß gar nicht, wo die Kurzen ihre Ausdauer hernehmen.

Einen kurzen aber kräftigen Regenschauer gibt es dann doch noch kurz vor dem Ende des ersten Spieltages, aber ich glaube, die Kinder sehen es als willkommene Erfrischung an. Die Erwachsenen flüchten unter alles, was auch nur ansatzweise ein Dach hat. Naja. Ich habe gut reden. Ich stehe schließlich mit „meinen“ Abendessen-Mädels in der Mehrzweckhalle und bereite mit Ihnen Getränke, Teller, Besteck und alles, was noch zum Abendessen gehört, vor.

Ab 18 Uhr öffnen sich die Türen für die Hungrigen. Wir erwarten bummelig 350 Kinder und Erwachsene. Der Rest isst zu Hause oder stärkt sich beim Grillen auf dem Zeltplatz.

Abendessen. Tja, es ist ein bisschen wie mit Kindern. Du kannst planen, wie Du willst. Es kommt sowieso ganz anders. Normalerweise bekommen wir kurz vor 18 Uhr den ersten Schwung Nudeln und gegen 19:00 Uhr den zweiten. Das hat in den vergangenen Jahren auch wunderbar geklappt. Nicht so in diesem Jahr. Ich weiß bis jetzt nicht so genau warum, aber in diesem Jahr stehen alle um 18 Uhr vor der Tür. ALLE. Mit dem Ergebnis, dass um 18:20 Uhr die Nudelboxen leer sind. Soße war noch reichlich da. Wollte aber keiner. Nur mit Nudeln. Blöd. Während unser Lieferant ordentlich ins Schwitzen kommt, sind unsere Gäste ganz geduldig und warten auf Nachschub. Nochmal vielen Dank für Euer Verständnis! Das war so nicht geplant.

Einen Vorteil hat das Ganze. Wir haben die Halle relativ zeitig wieder schier, so dass wir ein wenig mehr Zeit haben, den Abend ausklingen zu lassen und uns seelisch und moralisch auf das Frühstück am nächsten Morgen vorzubereiten. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an „meine“ Frühstückshelfer, von denen sich einige schon seit acht Jahren zu so früher Stunde aus dem Bett oder Zelt quälen und mehr oder weniger frisch und munter um 5 Uhr auf der Matte stehen. Danke! Es macht immer wieder Spaß mit Euch!

Frühstück. Das ist jedes Jahr aufs Neue aufregend. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ich bilde mir ein, dass ich nach sieben Jahren schon etwas entspannter bin, aber trotzdem fällt nach dem Frühstück eine Riesenlast von mir ab. In diesem Jahr stellt uns die Planung vor eine besonders große Herausforderung. Einige Mannschaften waren mit ihrer Meldung der Essenszahlen – na sagen wir mal – ein wenig in Verzug. Andere haben gleich für den ganzen Verein gemeldet. Wiederum Andere bekommen ganz spontan Hunger und melden ganze Mannschaften nach. Puh! Ich bin froh, dass ich überhaupt zwei Stunden geschlafen habe. Um das Ganze kurz zu fassen, wir dürfen anstatt der gemeldeten 710 Personen über 800 Personen zum Frühstück in unserer Mehrzweckhalle begrüßen. Was hat der Marco geschwitzt. Die Butter reicht nicht! Doch hat sie. Ich glaub ein halbes Stück war nachher noch übrig. Ich würde mal in aller Bescheidenheit sagen, dass wir super kalkuliert haben. Oder wir hatten einfach nur Glück. Egal. Hat alles geklappt. Wie würde Steffi sagen? „Läuft…!“

Ach. Und wir haben erstmalig „Muckefuck“ im Angebot. Aber nicht absichtlich. Keiner weiß warum, aber eine der Kaffeemaschinen funktioniert nicht so richtig. Sieht eher aus wie Tee. Gut, dass Tina in der Kaffeebude alles im Griff hat und uns in regelmäßigen Abständen mit Pumpkannen versorgt. Danke, Tina!

Was an dieser Stelle auch nicht unerwähnt bleiben sollte: Dieses Jahr hat sich der Strom für unsere Rührei-Pfannen nur ein einziges Mal verabschiedet. Gott sei Dank! Das Frühstück läuft – soweit ich das beurteilen kann - trotz 800 Personen ohne große Vorkommnisse ab. Es ist mitunter ziemlich kuschelig auf den 30 Bierzeltgarnituren, ließ sich aber aufgrund der bereits erwähnten Meldungen nicht anders organisieren.

Leider haben wir in diesem Jahr erstmalig auch ein paar unschöne Erlebnisse hinsichtlich Hygiene und Sauberkeit, die uns und unsere Putzfrau an die Grenzen bringen. Wir hoffen von ganzem Herzen, dass wir das nicht noch einmal erleben müssen. Das ist nicht nur für uns, sondern auch für unsere Gäste eine Zumutung.

Nun wieder zu etwas Positivem: Zu unseren Helfern! Wir möchten uns bei Euch allen ganz herzlich bedanken. Egal ob ihr beim Auf- oder Abbau, beim Kuchenverkauf, im Bier-Pils, beim Abwasch, in der Tombola, als Parkplatzeinweiser oder Hallenbeauftragter, als Mülleskorte, auf der Turnierleitung, beim Sportradar, als Schiedsrichter, als Putzfrau, als Chauffeur oder beim Abendessen helft – vielen, vielen Dank! Ihr seid großartig! Ohne die Hilfe eines jeden von Euch, könnten wir das Turnier nicht auf die Beine stellen.

Ein Dankeschön geht auch an unsere Gäste.
Schön, dass ihr da wart. Vielleicht sehen wir uns im kommenden Jahr wieder.
Bis dahin…






vor dem Turnier:

 
nach dem Turnier


Ein Dankeschön vom SV Lieth für das ORGA-Team...
Vielen Dank!
Haben uns sehr gefreut und auch schon alles vernichtet



 
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